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Ein Laptop mit Finanzdiagrammen auf dem Bildschirm, umgeben von Architekturplänen, einem Taschenrechner, einem Kaffeebecher und Schreibutensilien auf einem Schreibtisch in einem modernen Büro.

Baukostenplan (BKP): Vorteile und Einsatzgebiete

Zentrales Instrument im schweizerischen Bauwesen zur Strukturierung und Kostenermittlung von Bauprojekten

Was ist der BKP?

Der Baukostenplan (BKP) ist ein standardisiertes System zur Gliederung und Erfassung der Kosten von Bauprojekten. Er wurde entwickelt, um die Planung, Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Bauleistungen zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Der BKP hilft dabei, die verschiedenen Bauleistungen und Kostenpositionen systematisch zu ordnen und zu dokumentieren.

Aufbau des BKP

Der BKP ist hierarchisch aufgebaut und besteht aus einer mehrstufigen Gliederung:

 

  1. Hauptgruppen (1-stellig): Dies sind die obersten Kategorien, die die grossen Bereiche eines Bauprojekts abdecken.

    • Beispiel: BKP 2 für Baukonstruktionen

  2. Untergruppen (2-stellig): Diese teilen die Hauptgruppen in spezifischere Bereiche auf.

    • Beispiel: BKP 21 für Rohbau

  3. Kostengruppen (3-stellig): Diese verfeinern die Untergruppen weiter.

    • Beispiel: BKP 211 für Mauerwerk

  4. Kostenelemente (4-stellig): Dies sind die detailliertesten Ebenen und beziehen sich auf spezifische Bauleistungen.

    • Beispiel: BKP 211.1 für Aussenwände


Beispiele für BKP-Struktur

Hier einige Beispiele, wie der BKP gegliedert ist:

  • BKP 1: Grundstück
  • BKP 2: Bauwerk – Baukonstruktionen
    • BKP 21: Rohbau
      • BKP 211: Mauerwerk
      • BKP 212: Betonarbeiten
    • BKP 22: Ausbau
      • BKP 221: Außentüren
      • BKP 222: Innentüren
  • BKP 3: Betriebseinrichtungen
  • BKP 4: Umgebung

Anwendung des BKP

Der BKP wird von Architekten, Ingenieuren, Bauunternehmen und Bauherren verwendet, um:

  1. Planung und Budgetierung: Kosten systematisch zu erfassen und ein Bauprojekt finanziell zu planen.

  2. Ausschreibung und Vergabe: Bauleistungen klar zu definieren und die Vergabe von Bauaufträgen zu erleichtern.

  3. Kostenkontrolle und Abrechnung: Die Ausgaben während der Bauphase zu überwachen und abschliessend abzurechnen.

Vorteile des BKP

  1. Transparenz: Durch die klare Strukturierung der Kosten wird Transparenz im Bauprojekt geschaffen.

  2. Vergleichbarkeit: Standardisierte Kostenpositionen erleichtern den Vergleich zwischen verschiedenen Projekten.

  3. Effizienz: Vereinheitlichte Prozesse bei der Planung, Ausschreibung und Abrechnung sparen Zeit und Ressourcen.

  4. Nachvollziehbarkeit: Eine detaillierte Dokumentation der Kosten macht das Bauprojekt für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Der BKP ist ein wichtiges Werkzeug im schweizerischen Bauwesen, das hilft, Bauprojekte effizient und transparent zu gestalten.

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