Von «Selbsteinzug» bis «Mineralwerkstoff»: In unserem Schreiner-Lexikon erklären wir rund 200 Fachbegriffe rund um Möbel, Innenausbau, Küche, Türen und Badmöbel nach Mass – verständlich und mit Bezug zur Praxis. Nutzen Sie die Suche oder springen Sie über die Themen direkt zum passenden Bereich:
Holzarten
Ahorn
Sehr helles, fast weisses Holz mit feiner Maserung. Ideal, wenn Möbel leicht und zurückhaltend wirken sollen.
Arve (Zirbe)
Weiches, duftendes Alpenholz mit charakteristischen Ästen. Beliebt für Schlafzimmer und Stuben; dem Duft wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt.
Birke
Helles, feinporiges Holz mit ruhiger Maserung. Preiswert und vielseitig, oft als Multiplex mit sichtbarer Schichtkante.
Buche
Helles, hartes und preisgünstiges Holz mit feiner, ruhiger Struktur. Vielseitig für Möbel und Korpusse, oft gedämpft mit rötlichem Ton.
Eiche
Hartes, sehr langlebiges Holz mit markanter Maserung, hell bis mittelbraun. Der Klassiker für Tische, Böden und Möbel – robust und alltagstauglich.
Esche
Helles, zähes Holz mit deutlicher Maserung, ähnlich strapazierfähig wie Eiche. Eine gute Wahl für helle, moderne Möbel.
Fichte / Tanne
Helles, leichtes Nadelholz, preiswert und vielseitig. Häufig für Innenausbau, Täfer und rustikale Möbel.
Kirschbaum
Warmes, rötlich-braunes Holz, das mit der Zeit nachdunkelt. Ein edler Klassiker für feine Möbel.
Lärche
Nadelholz mit warmem Ton und guter Witterungsbeständigkeit. Innen wie aussen einsetzbar, etwa für Möbel mit rustikalem Charakter.
Nussbaum
Edles, dunkelbraunes Holz mit lebhafter Zeichnung. Beliebt für hochwertige Möbel und Fronten, die einen warmen, eleganten Ton setzen.
Räuchereiche
Eiche, die durch Ammoniak dunkel «geräuchert» wird. Das ergibt einen tiefen, warmen Braunton ganz ohne Farbe.
Robinie
Sehr hartes, witterungsbeständiges Holz mit hoher Dauerhaftigkeit. Eine heimische Alternative zu Tropenholz für beanspruchte Anwendungen.
Ulme (Rüster)
Warmes, lebhaft gemasertes Holz in Brauntönen. Dekorativ und relativ selten, ein Blickfang für besondere Möbel.
Wildeiche / Asteiche
Eiche mit sichtbaren Ästen und lebhafter Struktur. Sie betont den natürlichen, rustikalen Charakter des Holzes.
Holzkunde
Astigkeit
Der Anteil und die Grösse von Ästen im Holz. Von astrein-ruhig bis wild-astig – eine Frage von Charakter und Preis.
Hirnholz (Stirnholz)
Die Schnittfläche quer zur Faser am Stammende. Sie nimmt mehr Feuchte auf und wird besonders geschützt oder bewusst als Optik gezeigt.
«Holz arbeitet»
Der Fachausdruck dafür, dass Massivholz je nach Raumklima quillt und schwindet. Deshalb werden Flächen so gebaut, dass sie sich bewegen dürfen.
Holzfeuchte
Der Wasseranteil im Holz, angegeben in Prozent. Für Innenmöbel wird Holz auf das Raumklima getrocknet, damit es masshaltig bleibt.
Jahrringe
Die jährlichen Wachstumsringe eines Baums, sichtbar im Querschnitt. Ihr Verlauf bestimmt Maserbild und Festigkeit.
Kernholz / Splintholz
Kernholz ist der innere, dauerhaftere Teil des Stamms, Splintholz die jüngere, hellere Aussenzone. Ihr Unterschied prägt Farbe und Beständigkeit.
Maserung (Textur)
Das sichtbare Muster aus Fasern, Poren und Jahrringen. Sie macht jedes Holzstück einzigartig und bestimmt seinen Ausdruck.
Schwinden & Quellen
Holz gibt bei trockener Luft Feuchte ab (schwinden) und nimmt sie bei feuchter Luft auf (quellen). Gute Konstruktionen lassen dieser Bewegung Raum.
Holzwerkstoffe & Platten
Akustikplatte
Eine Platte mit Schlitzen oder Lochung, oft mit Vlies hinterlegt. Sie verbessert die Raumakustik an Wand oder Decke.
CPL (Schichtstoff)
Ein durchlaufend gepresstes Laminat als dünne, robuste Beschichtung. Preiswert, kratzfest und pflegeleicht für Fronten und Korpusse.
Dekor- / Melaminplatte
Trägerplatte mit aufgeschmolzener Kunstharz-Beschichtung in Holz- oder Unifarben. Sehr robust, pflegeleicht und preiswert, dafür ohne echte Holzhaptik.
Dreischichtplatte
Aus drei kreuzweise verleimten Massivholzlagen aufgebaute Platte. Sehr formstabil und beidseitig als Sichtfläche nutzbar.
Furnier
Eine dünne Echtholzschicht, die auf eine stabile Trägerplatte aufgeleimt wird. So entsteht echte Holzoptik bei geringerem Gewicht, besserer Formstabilität und tieferem Preis als bei Massivholz.
HPL / Schichtstoff
Hochdruck-Laminat, eine besonders harte, stossfeste Deckschicht. Es wird für stark beanspruchte Flächen wie Arbeits- und Tischplatten eingesetzt.
Leimholz
Aus schmalen Massivholzlamellen verleimte Platte, auch «Massivholzplatte» genannt. Sie ist formstabiler als eine einzelne Bohle, bleibt aber echtes, durchgehendes Holz und ist damit ebenfalls abschleifbar.
Massivholz
Durchgehend aus Vollholz gefertigt, ohne Trägerplatte. Massivholz lässt sich abschleifen und reparieren und hält bei guter Pflege über Jahrzehnte; jedes Stück ist durch seine Maserung ein Unikat.
MDF-Platte
Mitteldichte Faserplatte mit sehr glatter, homogener Oberfläche und dichter Kante. Ideal als Träger für lackierte Fronten, weil keine Maserung durchdrückt.
OSB-Platte
Grobspanplatte mit sichtbaren, langen Spänen. Robust und günstig, wird gelegentlich auch als bewusstes Gestaltungselement gezeigt.
Spanplatte
Aus verleimten Holzspänen gepresste Trägerplatte, meist beschichtet oder furniert. Sie ist preiswert und formstabil, aber nicht abschleifbar und ohne Schutzkante empfindlich gegen Feuchtigkeit.
Sperrholz / Multiplex
Mehrere kreuzweise verleimte Holzlagen ergeben eine sehr stabile, verzugsarme Platte. Die sichtbare Schichtkante wird oft bewusst als robustes, modernes Gestaltungsmerkmal gezeigt.
Tischlerplatte
Eine Platte mit Mittellage aus Massivholzstäben und Deckfurnier. Stabil und dabei relativ leicht, traditionell im Möbelbau.
Furniersperrholz
Sperrholz aus kreuzweise verleimten Furnierlagen. Sehr formstabil und tragfähig bei geringem Gewicht.
Oberflächen & Beschichtungen
Baumkante / Naturkante
Die natürliche, unbearbeitete Aussenkante einer Bohle, oft naturnah belassen. Sie gibt Tischen und Tablaren einen markanten, warmen Charakter.
Beize
Ein einziehendes Farbmittel, das den Holzton verändert, ohne die Maserung zu verdecken. So lässt sich helles Holz gezielt abtönen.
Furnierbild (Rift / Flader)
Die Art, wie ein Stamm aufgeschnitten wird, bestimmt das Maserbild: «Rift» ergibt ruhige Streifen, «Flader» lebhafte Bögen. Es prägt den Charakter der Fläche stark.
Gebürstet (Struktur)
Beim Bürsten werden die weichen Fasern ausgehoben, sodass die Maserung fühlbar wird. Das gibt der Fläche Tiefe und Haptik.
Geseift (Seifenlauge)
Eine traditionelle Oberfläche vor allem für helle Hölzer, die den Naturton bewahrt. Sie muss regelmässig aufgefrischt werden.
Hartwachsöl
Kombination aus Öl und Wachs, die tiefer schützt als reines Öl. Sie ergibt eine strapazierfähige, natürlich matte Oberfläche, die sich lokal ausbessern lässt.
Lackierung (matt / seidenglanz)
Geschlossene Oberfläche, die auf dem Holz einen schützenden Film bildet. Sie ist besonders unempfindlich gegen Flecken und in nahezu jedem Farbton möglich.
Linoleum (Möbeloberfläche)
Ein natürlicher, warm-matter Belag aus Leinöl und Naturfasern, auch als Möbel- und Tischoberfläche. Angenehm haptisch, antistatisch und in vielen gedeckten Farben erhältlich.
Ölung (geölt)
Offenporige Oberfläche, bei der Öl ins Holz einzieht und es natürlich wirken lässt. Sie ist jederzeit partiell nachpflegbar, aber etwas empfindlicher gegen Flecken als Lack.
Pigmentöl (Farböl)
Ein Öl mit Farbpigmenten, das den Holzton verändert und zugleich schützt. Beliebt, um helle Hölzer weiss oder grau zu «entgilben».
UV-Lack
Ein besonders schnell und hart aushärtender Lack, der unter UV-Licht vernetzt. Sehr widerstandsfähig, industriell aufgetragen.
Wachs
Eine natürliche Oberflächenpflege, die dem Holz einen samtigen Glanz gibt. Wird oft ergänzend zu Öl eingesetzt.
Beizen
Einfärben des Holzes, ohne die Maserung zu überdecken. Wird anschliessend lackiert oder geölt.
Lackschliff
Zwischenschliff zwischen zwei Lackaufträgen. Nimmt aufgestellte Fasern weg und macht die Oberfläche glatt.
Spritzkabine
Abgetrennter, belüfteter Raum zum Lackieren. Sorgt für staubfreie Oberflächen und sicheres Arbeiten.
Stein, Keramik & Mineralwerkstoff
Dekton / Stein
Sehr harte, kratz-, hitze- und UV-feste Abdeckung aus Naturstein oder Feinsteinzeug. Beliebt für Küchen- und Waschtischabdeckungen mit hoher Beanspruchung.
Keramik (Feinsteinzeug)
Extrem harte, hitze- und kratzfeste Plattenoberfläche. Beliebt für Küchenabdeckungen, auch in grossen Formaten und dünnen Stärken.
Mineralwerkstoff (Corian)
Fugenlos verarbeitbarer Kunststein aus Acryl und Mineralien. Er lässt sich mit integriertem Becken nahtlos formen, ist pflegeleicht und bei Kratzern nachschleifbar.
Naturstein
Massives Gestein wie Granit oder Marmor für Abdeckungen. Jede Platte ist ein Unikat; Marmor wirkt edler, ist aber empfindlicher als Granit.
Quarzkomposit
Aus Quarz und Harz gefertigte Abdeckung mit gleichmässiger Optik. Sehr hart, pflegeleicht und in vielen Farben verfügbar.
Glas & Spiegel
Floatglas / Klarglas
Das Standard-Flachglas für Türen, Tablare und Vitrinen. Klar und planparallel, in verschiedenen Stärken erhältlich.
Glastablar
Ein Einlegeboden aus Glas, oft in Vitrinen oder Regalen. Er wirkt leicht und lässt Licht durch.
LED-Spiegel
Ein Spiegel mit integrierter LED-Beleuchtung, meist fürs Bad. Er liefert blendfreies Licht direkt am Waschplatz.
Lichtausschnitt / Glaseinsatz
Eine verglaste Öffnung in einem Türblatt. Sie bringt Tageslicht in innenliegende Räume und Flure.
Satiniertes Glas
Mattiertes, blickdichtes Glas, das Licht dennoch durchlässt. Beliebt für Türen und Fronten, wo Sichtschutz gefragt ist.
Sicherheitsglas (ESG / VSG)
Vorgespanntes (ESG) oder verbundenes (VSG) Glas, das bruchsicherer ist. Vorgeschrieben, wo Glas brechen und verletzen könnte.
Spiegel
Beschichtetes Glas mit reflektierender Rückseite. Als Front, Schrankinnenseite oder Wandelement einsetzbar.
Beschläge & Komfort
Beschläge
Sammelbegriff für Scharniere, Auszüge, Griffe, Schlösser und Klappenhalter. Sie bestimmen massgeblich Komfort, Laufruhe und Langlebigkeit; wir setzen auf hochwertige Markenbeschläge mit langer Garantie.
Griff / Griffmulde
Die Öffnungshilfe an einer Front, als aufgesetzter Griff oder eingefräste Mulde. Sie prägt Optik und Bedienkomfort.
Kabelmanagement
Geplante Kabelführung mit Durchlässen, Kanälen und Steckdosen im Möbel. Sorgt für aufgeräumte TV-Möbel, Sideboards und Arbeitsplätze ohne Kabelsalat.
Karussell / Drehbeschlag
Ein drehbarer Einsatz für Eckschränke, der den toten Winkel nutzbar macht. Er bringt den Inhalt bequem nach vorn.
Klappenbeschlag / Lift
Beschlag für nach oben öffnende Klappen, etwa an Oberschränken oder am Bettkasten. Er hält die Klappe in jeder Position und lässt sie gedämpft schliessen.
Kleiderlift
Ein absenkbarer Kleiderstangen-Beschlag, der die Stange nach vorn und unten zieht. So werden auch hohe Schrankfächer bequem erreichbar.
LED-Beleuchtung
In Möbel integrierte LED-Bänder oder -Spots, oft mit Bewegungs- oder Türsensor. Sie schaffen Akzent- und Funktionslicht in Schrank, Nische oder unter Hängeschränken.
Möbelfuss / Sockelversteller
Höhenverstellbare Füsse unter Korpussen. Sie gleichen unebene Böden aus und tragen die Last des Möbels.
Push-to-open / Grifflos
Mechanik, bei der eine grifflose Front auf leichten Fingerdruck aufspringt. Sie ermöglicht eine ruhige, durchgehende Optik ohne sichtbare Griffe.
Relingsystem / Schubladeneinsatz
Ordnungssysteme im Schubladen-Innern, etwa Reling, Antirutschmatte oder passgenauer Einsatz. Sie halten den Inhalt an Ort und Stelle.
Scharnier / Topfband
Das gängige, verdeckte Möbelscharnier für Schranktüren, in einen ausgefrästen Topf eingelassen. Es ist in mehreren Achsen justierbar, sodass sich Türfugen exakt einstellen lassen.
Schloss / Zylinder
Verschluss- und Sicherungsmechanik für Türen und Möbel. Sie bestimmt, wie sich ein Element ab- und aufschliessen lässt.
Schrankaufhänger
Ein verdeckter, verstellbarer Beschlag zum Aufhängen von Hängeschränken. Er trägt die Last und erlaubt exaktes Ausrichten.
Selbsteinzug (Soft-Close)
Ein gedämpfter Beschlag, der Schublade oder Tür auf den letzten Zentimetern von selbst sanft schliesst. Nichts knallt, und die Möbel werden geschont.
Servo-Drive (elektrischer Auszug)
Ein elektrischer Öffnungsantrieb, der Schubladen und Klappen auf Antippen öffnet. Ideal für grifflose Küchen und schwere Auszüge.
Vollauszug / Teilauszug
Schubladenschienen: Der Vollauszug lässt sich ganz herausziehen und der Inhalt komplett einsehen, der Teilauszug bleibt teils im Korpus. Vollauszüge sind komfortabler und tragen meist mehr Last.
Konstruktion & Verbindungen
Dübelverbindung
Verbindung zweier Teile mit eingeleimten Holzdübeln. Sie ist unsichtbar, präzise und bildet die Grundlage vieler Korpus- und Rahmenverbindungen.
Fachboden / Tablar
Ein waagrechter Einlegeboden im Schrank oder Regal, fest oder in der Höhe verstellbar. Verstellbare Tablare machen Stauraum flexibel nutzbar.
Falz
Eine stufenförmige Aussparung an einer Kante, etwa für Rückwände oder überschlagende Türen. Sie schafft saubere, dichte Übergänge.
Fase / Anfasung
Eine leicht gebrochene, schräg angeschliffene Kante. Sie wirkt sauber, nimmt die Schärfe und schützt vor Ausbrüchen.
Gehrung
Zwei auf 45 Grad geschnittene Teile ergeben eine saubere Ecke ohne sichtbare Stirnkante. Häufig bei Rahmen, Sockeln und hochwertigen Korpusecken.
Gratleiste
Eine quer eingeschobene Leiste, die eine Massivholzplatte gegen Verzug sichert. Eine traditionelle Technik, etwa bei Tischplatten.
Kantenanleimen / ABS-Kante
Ein umlaufender Kantenschutz, der auf Plattenkanten aufgeleimt wird (Kunststoff-ABS oder Echtholz). Er schützt vor Feuchtigkeit und Stössen und verdeckt die Trägerplatte.
Korpus
Der tragende Grundkörper eines Möbels aus Seiten, Boden, Deckel und Rückwand. Materialstärke und Verbindungstechnik bestimmen Stabilität und Lebensdauer.
Lamello (Flachdübel)
Eine flache, ovale Holzverbindung, die in gefräste Schlitze geleimt wird. Sie richtet Bauteile schnell und präzise zueinander aus.
Nut und Feder
Eine Holzverbindung, bei der ein Vorsprung (Feder) in eine passende Rille (Nut) greift. Sie verbindet Bauteile sauber und stabil, ohne sichtbare Befestigung.
Profilfräsung
Eine mit dem Fräser gestaltete Kanten- oder Flächenform. Sie gibt Fronten und Rahmen ihren Charakter, von klassisch bis modern.
Rahmen- / Kassettenfront
Eine Front aus umlaufendem Rahmen mit eingesetzter Füllung. Klassisch-wohnlich, im Gegensatz zur glatten Vollfront.
Raumteiler
Ein oft beidseitig nutzbares, halbhohes oder offenes Möbel, das einen Raum gliedert. Es trennt Zonen, ohne den Raum zu verdunkeln oder ganz zu schliessen.
Rückwand
Die hintere Abschlussfläche eines Möbels, meist in eine Nut eingeschoben. Sie stabilisiert den Korpus gegen Verzug und schliesst ihn staubdicht ab.
Schattenfuge
Eine bewusst gesetzte, schmale Vertiefung zwischen zwei Bauteilen oder zur Wand. Sie gliedert Flächen optisch und fängt Masstoleranzen sauber ab.
Sockel / Sockelblende
Der zurückversetzte Fussbereich unter einem Möbel, der die Standfüsse verdeckt. Er schafft Fussfreiheit und lässt das Möbel leichter wirken.
Wangentisch
Ein Tisch, dessen Gestell aus zwei seitlichen Vollholz-Wangen statt vier Beinen besteht. Diese Bauweise ist stabil, klassisch und bietet viel Beinfreiheit.
Zapfenverbindung (Schlitz und Zapfen)
Eine klassische Rahmenverbindung, bei der ein Zapfen in einen Schlitz greift. Sehr stabil, etwa bei Stühlen, Türen und Rahmen.
Zinkenverbindung (Schwalbenschwanz)
Eine sichtbare, ineinandergreifende Eck-Holzverbindung, traditionell bei Schubladen. Sie ist äusserst stabil und gilt als Zeichen hochwertiger Schreinerarbeit.
Masse & Ergonomie
Arbeitshöhe (Küche)
Die Höhe der Arbeitsfläche, idealerweise auf die Körpergrösse abgestimmt. Die richtige Höhe schont Rücken und Schultern beim Arbeiten.
Greifhöhe
Die noch bequem erreichbare Höhe für Oberschränke und Tablare. Sie bestimmt, wo täglich Benutztes eingeräumt wird.
Korpustiefe
Die Tiefe eines Möbels, entscheidend für Stauraum und Durchgang. Sie wird auf Inhalt und Raum abgestimmt.
Sitzhöhe
Der Abstand von Sitzfläche zu Boden, meist rund 45 cm. Sie wird auf Tischhöhe und Nutzung abgestimmt.
Standardmasse
Übliche Richtmasse für Möbel, etwa Arbeitshöhe oder Schranktiefe. Nach Mass weichen wir bewusst davon ab, wenn es der Nutzung dient.
Tischhöhe
Die Höhe der Tischplatte, standardmässig etwa 74 bis 76 cm. Nach Mass lässt sie sich auf Stühle und Körpergrösse anpassen.
Möbeltypen
Bett
Ein Bettgestell nach Mass, abgestimmt auf Matratzenmass und Raum. Optional mit Kopfteil, Stauraum oder Überlänge.
Couchtisch
Ein niedriger Tisch fürs Wohnzimmer, oft mit Ablage oder Schublade. Nach Mass passend zu Sofa und Raum.
Esstisch
Ein Tisch für den Essbereich, nach Mass auf Raum, Personenzahl und Lieblingsholz abgestimmt. Auf Wunsch ausziehbar für Gäste.
Garderobe
Ein Möbel für Jacken, Schuhe und Accessoires im Eingangsbereich. Es verbindet Haken, Ablage und oft eine Sitzgelegenheit.
Highboard
Ein hohes, schmales Schrankmöbel mit viel Stauraum auf wenig Grundfläche. Es kombiniert oft geschlossene und offene Fächer.
Kommode
Ein Möbel mit mehreren Schubladen, klassisch fürs Schlaf- oder Flurzimmer. Es bietet geordneten Stauraum auf kleiner Fläche.
Lowboard
Ein besonders niedriges Sideboard, meist als TV-Möbel. Es hält Geräte und Kabel geordnet auf angenehmer Sichthöhe zum Sofa.
Medienwand
Eine wandfüllende Möbelkombination für TV, Geräte und Stauraum. Sie integriert Kabel und Technik zu einem ruhigen Ganzen.
Regal
Ein offenes Möbel aus Tablaren zum Abstellen von Büchern und Objekten. Nach Mass passt es exakt in Nische, Raumhöhe oder Schräge.
Schreibtisch
Eine Arbeitsfläche fürs Homeoffice, nach Mass auf Raum und Körpergrösse abgestimmt. Oft mit Kabelmanagement und Auszügen.
Schuhschrank
Ein flaches Schrankmöbel mit Klappen oder Auszügen für Schuhe. Es spart Platz im Flur und hält Schuhe staubfrei.
Sekretär
Ein Schrankmöbel mit klappbarer Schreibfläche. Es verbindet Arbeitsplatz und Stauraum auf kleinem Raum.
Sideboard
Ein niedriges, breites Anrichtemöbel für Wohn- und Essbereich. Es bietet Stauraum und eine Ablagefläche, oft im Materialmix.
Sitzbank
Eine Bank für Essplatz, Flur oder Fenster, auf Wunsch mit Stauraum unter der Sitzfläche. Nach Mass exakt in die Nische gebaut.
Vitrine
Ein Schrank mit Glastüren zum Präsentieren von Geschirr oder Sammlungen. Oft mit Beleuchtung und Glastablaren.
Türen & Sicherheit
Absenkbare Bodendichtung
Eine im Türblatt verborgene Dichtung, die beim Schliessen automatisch auf den Boden absenkt. Sie dichtet gegen Schall, Zug und Licht ab, ganz ohne feste Schwelle.
Blockrahmen / Blockzarge
Eine massive Türzarge aus einem Stück Holz. Sie wirkt hochwertig und ist robuster als eine leichte Futterzarge.
Bündige Türe
Ein Türblatt, das flächenbündig mit Wand oder Möbelfront abschliesst, ohne Überschlag. Das ergibt eine minimalistische, ruhige Optik, verlangt aber präzise Montage.
Doppelflügeltür
Eine Tür mit zwei Flügeln in einer breiten Öffnung. Grosszügig für Durchgänge zwischen Räumen.
Drückergarnitur
Griff, Rosette bzw. Schild und Schlüssellochabdeckung einer Tür als gestalterische Einheit. Sie prägt Haptik und Stil und ist in vielen Oberflächen erhältlich.
EI30 / EI60 (Brandschutz)
Klassifizierung des Feuerwiderstands in Minuten; eine EI30-Tür hält dem Feuer mindestens 30 Minuten stand. In der Schweiz ist sie für bestimmte Nutzungen brandschutzrechtlich vorgeschrieben.
Futterzarge
Eine verstellbare Türzarge, die sich an die jeweilige Wandstärke anpasst. Sie ist die gängige Lösung im Innenausbau und schliesst sauber an den Verputz an.
Ganzglastür
Eine rahmenlose Tür aus Sicherheitsglas. Sie wirkt leicht und lässt viel Licht durch, oft für Wohn- und Büroräume.
Gefälzte Tür
Eine Tür mit umlaufendem Falz, die den Spalt zur Zarge verdeckt. Sie ist robuster gegen Zug und Schall als die stumpf einschlagende Variante.
Klimaklasse (Türen)
Eine Kennzahl dafür, welche Feuchte- und Temperaturunterschiede eine Tür verträgt. Wichtig bei Türen zwischen beheizten und kühlen Räumen.
RC2 (Einbruchschutz)
Eine geprüfte Widerstandsklasse: Die Tür hält gängigen Aufbruchversuchen mit einfachem Werkzeug eine definierte Zeit stand. Empfohlen für Wohnungs- und Aussentüren.
Schallschutztüre
Eine Tür mit besonderem, schwererem Aufbau und umlaufenden Dichtungen. Sie reduziert die Geräuschübertragung zwischen Räumen deutlich, angegeben in Dezibel.
Schiebetür
Eine seitlich laufende Tür, die keine Aufschlagfläche braucht. Ideal, wo Platz knapp ist oder Räume flexibel geöffnet werden sollen.
Stumpf einschlagende Tür
Eine Tür, die ohne Überschlag bündig in die Zarge fällt. Modern und flächig, im Gegensatz zur gefälzten Tür.
Türblatt
Das eigentliche, bewegliche Blatt einer Tür, ohne die Zarge. Aufbau, Gewicht und Beschichtung bestimmen Optik sowie Schall- und Klimaverhalten.
Wohnungseingangstür
Die Eingangstür zu einer Wohnung, meist mit erhöhten Anforderungen an Schall, Brand- und Einbruchschutz. Sie verbindet Sicherheit mit Optik.
Zarge
Der Rahmen, in dem das Türblatt hängt und schliesst. Man unterscheidet vor allem die massive Blockzarge und die verstellbare Futterzarge.
Küche
Arbeitsplatte
Die Abdeckung der Küchenzeile, etwa in Stein, Keramik, Mineralwerkstoff, Massivholz oder Schichtstoff. Material und Kantenprofil bestimmen Belastbarkeit, Pflege und Optik.
Bartheke / Tresen
Eine erhöhte Theke, oft an der Kochinsel, als Essplatz oder Raumabschluss. Sie schafft einen geselligen Treffpunkt.
Besteckeinsatz
Ein passgenauer Einsatz in der Schublade für Besteck und Utensilien. Er hält den Innenraum dauerhaft geordnet.
Dunstabzug-Integration
Die bündige Einplanung von Abzugshaube oder Muldenlüftung in Möbel und Decke. Sorgt für ein ruhiges Bild ohne störende Aufbauten.
Grifflose Küche / Griffleiste
Fronten ohne sichtbare Griffe, geöffnet über eine Griffleiste, Griffmulde oder Push-to-open. Das ergibt eine ruhige, moderne Front, die sich leicht reinigen lässt.
Hochschrank / Apothekerauszug
Ein raumhoher Schrank; der Apothekerauszug ist ein schmaler, voll ausziehbarer Vorratsschrank mit beidseitigem Zugriff. Beide nutzen die Raumhöhe für viel Stauraum auf wenig Fläche.
Kochinsel
Ein freistehender Küchenblock im Raum, oft mit Kochfeld oder Spüle. Sie schafft Arbeitsfläche und einen kommunikativen Mittelpunkt, braucht aber genügend Umlauf.
Korpusmaterial
Das Plattenmaterial des inneren Küchenkorpus, meist eine feuchtebeständige, beschichtete Platte. Es bestimmt Stabilität und Feuchteresistenz, während die Front die Optik trägt.
Muldenlüftung
Ein Dunstabzug, der bündig im Kochfeld integriert ist. Er saugt den Dampf nach unten ab und macht Oberschränke überflüssig.
Nischenrückwand
Die Fläche zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken, zum Beispiel aus Glas, Keramik oder Stein. Sie schützt die Wand vor Spritzern und ist eine gestalterische Akzentfläche.
Sockelschublade
Eine flache Schublade im Sockelbereich der Küche. Sie nutzt den sonst toten Raum unter den Unterschränken.
Unterbauspüle
Eine von unten an die Arbeitsplatte gesetzte Spüle ohne sichtbaren Rand. Pflegeleicht, weil Wischwasser direkt hineinläuft.
Badezimmer
Aufsatzbecken
Ein Waschbecken, das sichtbar auf der Abdeckung steht. Markant in der Optik; die Abdeckung wird dafür tiefer gesetzt, damit die Nutzhöhe passt.
Doppelwaschtisch
Ein Waschtisch mit zwei Becken auf einer Abdeckung. Praktisch für Familien und Paare, die den Platz gleichzeitig nutzen.
Einbau- / Unterbaubecken
Ein Becken, das in die Abdeckung ein- oder darunter gesetzt wird und bündig abschliesst. Pflegeleicht und ruhig in der Optik, ohne störende Kante.
Feuchtebeständig
Materialien und Beschläge, die für Bad und Küche ausgelegt sind, etwa quellarme Platten und rostfreie Beschläge. Sie sind Voraussetzung für langlebige Möbel in feuchten Räumen.
Handtuchauszug
Ein schmaler Auszug neben dem Waschtisch für Handtücher. Er hält sie griffbereit und ordentlich verstaut.
Nischenregal
Ein in Wand oder Dusche integriertes Ablagefach. Es schafft Stauraum für Pflegeprodukte ohne vorstehende Möbel.
Siphonausschnitt
Eine Aussparung in Auszug oder Schrankboden, damit der Ablauf (Siphon) Platz findet. So bleibt der Stauraum trotz Leitungsführung nutzbar.
Spiegelschrank
Ein wandhängender Schrank mit verspiegelten Türen, oft mit Beleuchtung und Steckdose. Er verbindet Spiegelfläche mit zusätzlichem Stauraum.
Vorwandverkleidung
Eine verkleidete Vorwand, die Leitungen und Spülkasten verdeckt. Sie schafft zugleich eine Ablage oder Nische.
Waschtisch
Der Unterbau samt Abdeckung und Becken im Bad, nach Mass auf Nische und Höhe gefertigt. Er verbindet Stauraum mit einer feuchtebeständigen, pflegeleichten Oberfläche.
Waschtischkonsole
Eine wandhängende Platte, auf der ein Aufsatzbecken steht, ganz ohne Unterschrank. Sie wirkt leicht und schwebend.
Schlafen & Schrank
Begehbarer Schrank (Ankleide)
Ein kleiner, betretbarer Raum als Kleiderschrank. Er bietet viel geordneten Stauraum und trennt das Ankleiden vom Schlafbereich.
Bettkasten
Grosszügiger Stauraum unter einem hochklappbaren Lattenrost. Ideal für Bettwäsche und Saisonales, besonders in kleinen Schlafräumen.
Einbauschrank
Ein massgefertigter Schrank, der passgenau in Nische, Schräge oder Raum eingebaut wird. Er nutzt den Platz optimal, ohne Fugen zur Wand.
Gepolstertes Kopfteil
Ein weich gepolstertes Rücken- oder Kopfteil am Bett. Es bietet bequemen Halt beim Sitzen und Lesen.
Hosenauszug
Ein Auszug mit Bügeln zum knitterfreien Aufhängen von Hosen. Teil einer durchdachten Schrank-Innenausstattung.
Lattenrost
Die federnde Unterlage aus Holzlatten im Bett, auf der die Matratze liegt. Sie sorgt für Belüftung und passenden Liegekomfort.
Passblende / Passstück
Ein schmales Ausgleichsstück, das ein Möbel sauber an Wand oder Decke anschliesst. Es fängt Schrägen und Unebenheiten des Baus ab.
Schiebetürschrank
Ein Schrank mit seitlich laufenden Türen statt Drehtüren. Er spart Platz davor und wirkt ruhig und flächig.
Schrank-Innenausstattung
Die massgeplante Einteilung im Schrank: Tablare, Auszüge, Stangen und Fächer. Sie macht den Stauraum wirklich nutzbar.
Innenausbau: Boden & Wand
Deckenverkleidung
Eine Verkleidung der Decke mit Holz oder Paneelen. Sie kann Technik verdecken und die Raumakustik verbessern.
Einbaunische
Eine massgefertigte, offene oder geschlossene Nische in Wand oder Möbel. Sie schafft Stauraum oder eine gestalterische Vertiefung.
Einbausitzbank
Eine fest eingebaute Bank, oft in Nische oder am Fenster, meist mit Stauraum. Sie nutzt Ecken und schafft gemütliche Sitzplätze.
Fensterbank (Sims)
Die innere Ablage unter dem Fenster, in Holz, Stein oder Mineralwerkstoff. Sie schliesst die Laibung sauber ab und dient als Ablage.
Handlauf
Die Griffleiste entlang einer Treppe oder Rampe. Sie gibt Halt und wird in Holz auf die Umgebung abgestimmt.
Parkett
Ein Bodenbelag aus Echtholz, als Massiv- oder Mehrschichtparkett. Er lässt sich mehrfach abschleifen und wirkt wohnlich.
Sockelleiste (Fussleiste)
Die schmale Leiste am Übergang von Boden zu Wand. Sie deckt die Dehnungsfuge ab und schützt die Wand.
Treppenstufen (Holz)
Massive oder belegte Stufen aus Holz, passend zum Wohnraum. Sie verbinden Tragfähigkeit mit warmer Optik.
Trockenbau-Anschluss
Der saubere Anschluss eines Möbels an Gipswände und Decken. Er sorgt für fugenlose Übergänge im Innenausbau.
Wandverkleidung (Täfer)
Eine flächige Holzverkleidung der Wand, klassisch als «Täfer». Sie wirkt warm, verbessert die Akustik und kaschiert Unebenheiten.
Vertäfelung
Flächige Verkleidung von Wänden oder Decken mit Holzbrettern oder -paneelen. Sie bringt Wärme, verbessert die Akustik und lässt sich modern oder klassisch als Täfer ausführen.
Kassettentäfer
Historische Täferform mit rahmengefassten Füllungen (Kassetten). In der Denkmalpflege wird sie stilgetreu rekonstruiert oder ergänzt.
Nut und Kamm
Verbindung von Brettern über Feder und Nut zu einer geschlossenen Fläche. Sie erlaubt dem Holz zu arbeiten, ohne dass sichtbare Fugen aufreissen.
Akustikpaneel
Wand- oder Deckenpaneel mit Fräsungen, Lamellen oder Lochung und dahinterliegendem Absorber. Es senkt den Nachhall und macht Räume ruhiger.
Nachhall
Das Nachklingen von Schall in einem Raum. Zu viel Nachhall wirkt hallig und laut; Holzverkleidungen mit Absorbern reduzieren ihn spürbar.
Schallabsorption
Das Aufnehmen von Schallenergie durch poröse oder perforierte Materialien. Sie ist die Grundlage jeder wirksamen Akustikdecke oder -wand.
Lamellendecke
Deckenverkleidung aus parallel angeordneten Holzlamellen. Sie strukturiert den Raum, kann Technik verdecken und mit Absorbern akustisch wirken.
Holzgitterdecke
Deckenelement aus einem gitterartigen Holzraster. Es verbindet Optik, Lichtführung und Akustik und wird bei uns CNC-genau gefertigt.
Deckensegel
Frei abgehängtes Akustikelement unter der Decke. Es dämpft den Schall gezielt über Tisch oder Arbeitsplatz.
Geländer
Absturzsichernde Konstruktion an Treppen, Podesten oder Balkonen. Aus Holz verbindet es Sicherheit mit warmer Optik und wird normgerecht ausgeführt.
Treppenwange
Seitliches, tragendes Bauteil einer Treppe, das die Stufen aufnimmt. Sichtbare Wangen aus Holz prägen das Erscheinungsbild der Treppe.
Setzstufe
Die senkrechte Fläche zwischen zwei Trittstufen. Bei geschlossenen Treppen wird sie verkleidet, bei offenen Treppen entfällt sie.
Wandhandlauf
Ein direkt an der Wand befestigter Handlauf. Er gibt an Treppen und in Fluren sicheren Halt und lässt sich auch nachträglich montieren.
Trennwand
Nicht tragende Wand zum Gliedern von Räumen. Aus Holz – geschlossen, als Lamelle oder mit Glas – schafft sie Zonen, Sichtschutz und Ruhe.
Vorhangbrett
Eine Blende oberhalb des Fensters, die Vorhang- oder Storenaufhängung verdeckt. Sie sorgt für ein sauberes, ruhiges Fensterbild.
Planung, Fertigung & Montage
Aufmass
Das millimetergenaue Vermessen der Räume vor Ort, inklusive Schrägen und Leitungen. Es ist die Grundlage dafür, dass später jede Fuge sitzt.
Ausführungsplanung
Die detaillierte Planung vor der Fertigung, inklusive Anschlüsse und Schnittstellen zu anderen Gewerken. Sie vermeidet Überraschungen auf der Baustelle.
Bemusterung / Musterteil
Das Vorlegen von Material-, Farb- und Oberflächenmustern vor der Fertigung. So sehen und fühlen Sie das Ergebnis, bevor gebaut wird.
CAD / CAM
Digitale Planung (CAD) und die daraus abgeleitete Maschinensteuerung (CAM). So gehen Entwurf und Fertigung ohne Übertragungsfehler ineinander über.
CNC-Fertigung
Computergesteuerte Bearbeitung für höchste Präzision bei Zuschnitt, Bohrungen und Fräsungen. Sie sichert wiederholgenaue Qualität, gerade bei komplexen Teilen.
Koordination der Gewerke
Die Abstimmung mit Sanitär, Elektro, Maler und Bauleitung. Sie sorgt dafür, dass Anschlüsse und Termine zusammenpassen.
Kostenvoranschlag / Offerte
Die verbindliche schriftliche Preisangabe für ein Projekt. Sie listet Leistungen und Materialien transparent auf.
Lieferzeit
Die Zeitspanne von der Bestellung bis zur Montage, abhängig von Material und Auslastung. Wir stimmen sie zu Projektbeginn konkret mit Ihnen ab.
Montage
Der fachgerechte Einbau des fertigen Möbels beim Kunden, inklusive Ausrichten und Anpassen an die Baustelle. Sie entscheidet über das saubere Endbild.
Visualisierung (3D)
Eine räumliche Darstellung des geplanten Möbels am Computer. Sie macht Proportionen, Material und Wirkung schon vor der Fertigung sichtbar.
Werkplan / Werkstattzeichnung
Die massstäbliche Detailzeichnung, nach der ein Möbel gefertigt wird. Sie legt Masse, Materialien und Verbindungen verbindlich fest.
Lohnfertigung
Fertigung im Auftrag eines anderen Betriebs. Wir übernehmen einzelne Arbeitsschritte oder ganze Bauteile – die Kundenbeziehung bleibt bei Ihnen. Üblich, wenn die eigene Maschine belegt ist oder ein Arbeitsschritt im Haus fehlt.
Verlängerte Werkbank
Bild für die Lohnfertigung: Ein Betrieb nutzt Maschinen und Kapazität eines anderen, als wären es die eigenen – ohne Investition und ohne festes Personal.
Bearbeitungszentrum
CNC-Maschine, die Bohren, Fräsen, Nuten und Sägen in einer Aufspannung erledigt. Spart Umspannen und hält die Masse über die ganze Serie gleich.
Aufspannung
Art und Weise, wie ein Werkstück auf der Maschine fixiert wird. Sie bestimmt, welche Seiten in einem Durchgang bearbeitet werden können.
Rüstaufwand
Zeit für Einrichten, Programmieren und Werkzeugwechsel, bevor das erste Teil entsteht. Er verteilt sich auf die Stückzahl – deshalb ist eine Serie je Teil günstiger als ein Einzelstück.
Losgrösse
Anzahl gleicher Teile in einem Fertigungsauftrag. Je grösser die Losgrösse, desto stärker verteilt sich der Rüstaufwand.
Toleranz
Zulässige Abweichung vom Sollmass. Im Möbelbau bewegt sie sich meist im Zehntelmillimeter-Bereich – bei Passungen und Beschlägen entscheidend.
Formteil
Bauteil mit gebogener oder freier Kontur statt gerader Kanten. Entsteht auf dem Bearbeitungszentrum direkt aus der Zeichnung.
Freiformfräsen
Fräsen entlang beliebiger Konturen statt gerader Linien. Voraussetzung für runde Theken, geschwungene Wangen und Sonderformen.
DXF / DWG
Die zwei gängigen Datenformate für technische Zeichnungen. Aus ihnen entsteht das Maschinenprogramm, ohne Masse abzutippen.
Plattenaufteilsäge
Liegende Säge, die grosse Platten nach Schnittplan in Zuschnitte teilt – mit optimiertem Verschnitt.
Vertikalsäge
Stehende Säge für den Plattenzuschnitt. Braucht wenig Stellfläche und nimmt sehr lange Platten auf.
Bohrspindel
Werkzeugaufnahme zum Bohren am Bearbeitungszentrum. Mehrere Spindeln nebeneinander bohren ein ganzes Lochbild in einem Durchgang.
Pflege & Unterhalt
Filzgleiter
Kleine Filzunterlagen unter Stühlen und Möbeln. Sie schützen Böden und Möbelkanten vor Kratzern.
Fleckenbehandlung
Das gezielte Entfernen von Flecken je nach Oberfläche. Geölte Flächen lassen sich meist lokal ausbessern, lackierte einfach abwischen.
Kratzer ausbessern
Das Beheben kleiner Kratzer durch Anschleifen und Nachölen oder Retusche. Ein Vorteil von Massivholz gegenüber beschichteten Platten.
Nachölen
Das Auffrischen einer geölten Oberfläche mit Pflegeöl. Es erneuert den Schutz und lässt kleine Gebrauchsspuren verschwinden.
Raumklima / Luftfeuchte
Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum, idealerweise rund 45 bis 55 Prozent. Ein stabiles Klima hält Massivholzmöbel masshaltig.
Reinigung (Pflegehinweise)
Die schonende Reinigung je nach Oberfläche, meist mit leicht feuchtem Tuch ohne Scheuermittel. Wir geben zu jedem Möbel passende Hinweise.
Nachhaltigkeit & Normen
Emissionsarm (VOC)
Materialien und Lacke mit geringer Ausdünstung flüchtiger Stoffe. Sie sorgen für gute Raumluft, gerade in Schlaf- und Kinderzimmern.
Formaldehyd E1
Eine Emissionsklasse für Holzwerkstoffe mit niedrigem Formaldehydwert. E1 ist der gängige Standard für wohngesunde Platten.
FSC / PEFC
Zertifikate für Holz aus nachweislich nachhaltiger Waldwirtschaft. Sie belegen die Herkunft entlang der Lieferkette.
Graue Energie
Die gesamte Energie, die in Herstellung, Transport und Entsorgung eines Produkts steckt. Langlebige, regionale Möbel schneiden hier gut ab.
Langlebigkeit
Die Fähigkeit eines Möbels, über Jahrzehnte zu halten. Sie entsteht durch gute Materialien, solide Verbindungen und Reparierbarkeit.
Regionale Fertigung
Herstellung in der eigenen Werkstatt mit kurzen Transportwegen. Sie stärkt die Wertschöpfung vor Ort und senkt die graue Energie.
Reparierbarkeit
Die Eigenschaft, ein Möbel bei Schäden auszubessern statt zu ersetzen. Massivholz und gute Beschläge verlängern so die Lebensdauer deutlich.
Schweizer Holz (COBS)
Ein Herkunftszeichen für Holz, das in der Schweiz gewachsen und verarbeitet ist. Es steht für kurze Wege und regionale Wertschöpfung.
SIA-Norm
Regelwerke des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins, die Bauqualität und Schnittstellen definieren. Im Innenausbau geben sie unter anderem Toleranzen und Ausführung vor.